ePrivacy and GPDR Cookie Consent by CookieConsent.com
DE EN
DE EN

News

01.07.2020

Bundestag kippt Solardeckel

Der Bundestag hat den »Photovoltaik-Förderdeckel« beseitigt. Solar- und Speicherwirtschaft begrüßen die Entscheidung legen einen 7 Punkte-Fahrplan zur weiteren Solarisierung der Energieversorgung vor.

Es ging bis zur Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Seit mehr als einem halben Jahr bangte die Solarbranche, ob der Solardeckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch rechtzeitig vor dem Erreichen der entscheidenden Photovoltaik-Zubaumarke von 52 Gigawatt beseitigt würde. Kurz vor der Sommerpause des Parlaments wurde der Deckel nun wie zugesagt abgeschafft. Die Energiewirtschaft reagierte erleichtert auf die jüngste Entscheidung des Deutschen Bundestages. Dass der Bundesrat nun noch Anfang Juli zustimmen muss, wird nicht mehr als Hindernis gesehen.

bsw solardeckel abgeschafft

Nun empfiehlt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), die Solarisierung der Energieversorgung durch den Abbau weiterer Marktbarrieren noch in diesem Jahr deutlich zu beschleunigen. Unter dem Motto „Auf geht´s“ legte der BSW dafür am 19. Juni einen 7-Punkte-Fahrplan vor. „Die Solar- und Speicherbranche könnte damit deutlich kraftvoller dazu beitragen, dass die Klimaziele im Stromsektor erreicht werden und die Versorgungssicherheit kosteneffizient gewährleistet wird“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. Zugleich werde damit die Schaffung von mindestens 50.000 neuen Vollzeitjobs in der Energiebranche möglich.

Empfehlungen für die Zukunft

An erster Stelle der Empfehlungen stehen eine Verdoppelung des Photovoltaik-Ausbautempos im Jahr 2021 und eine Verdreifachung der jährlich installierten PV-Leistung ab dem Jahr 2022. Die im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung für das Jahr 2030 vorgesehenen solaren Kraftwerkskapazitäten müssten bereits Mitte der 20er Jahre errichtet sein. Nur so ist eine Stromerzeugungslücke vermeidbar, die andernfalls infolge des Atom- und Kohleausstiegs bereits in drei Jahren aufreiße.

Damit Batteriespeicher ihre wichtige kurzfristige Pufferfunktion für die Energiewende im erforderlichen Umfang erfüllen können, müsse ihre Kapazität in den kommenden zehn Jahren verzehnfacht werden, fordert der BSW. Hinzu komme, dass die von der Bundesregierung jüngst vorgelegte Wasserstoffstrategie zwar einige gute Ansätze umfasse, bis 2030 aber nur einen Bruchteil der darüber hinaus notwendigen saisonalen Speicherkapazität schaffen könne. Gegen Ende des Jahrzehnts müsse bereits die vierfache Leistung an Wasserstoff-Elektrolyseuren vorliegen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen, berechneten Gutachter von EuPD Research.

Als vorrangige Marktbarrieren führte die Solarwirtschaft unter anderem die Belastung solarer Eigen- und Direktversorger mit der EEG-Umlage an, ungeeignete Rahmenbedingungen für die Errichtung von Solardächern der Megawattklasse auf großen Industriehallen und eine viel zu restriktive „Standortkulisse“ für ebenerdig errichtete Solarparks.

Im Falle der Einführung angemessener CO2-Mindestpreise könne die Förderabhängigkeit der Photovoltaik in den kommenden Jahren deutlich verringert werden. Der durch starke Preisschwankungen gekennzeichnete europäische Emissionshandel böte zu wenig Investitionsimpulse und gleiche Marktverzerrungen zuungunsten Erneuerbarer Energien nur unzureichend aus. Er bilde nur einen Bruchteil der Gesundheits- und Klimafolgenkosten fossiler Energieträger ab.

Weiterer dringender gesetzlicher Reformbedarf bestehe in den Augen des BSW auch, um den Weiterbetrieb tausender Solarstromanlagen zu ermöglichen, die bereits ab 2021 nach 20 Jahren Anlagenbetrieb aus der EEG-Förderung fallen. Dafür bedürfe es nach Auffassung des BSW keiner Anschlussförderung mehr, wohl aber die „Ermöglichung eines barriere- und diskriminierungsfreien Weiterbetriebs“.

Mehr unter www.solarwirtschaft.de

© Copyright 2020 – Alle Inhalte dieser Internetseite, insbesondere Fotografien und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt. Soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, sind alle Rechte, einschließlich der Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung und jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts dem Urheber vorbehalten und bedürfen einer ausdrücklichen Zustimmung zur Nutzung oder Verwertung.

 

 

Derzeit liegen keine Termine vor!

++ Login Online Shop ++

Unsere weitere Abholbox befindet sich in der Länderöschstr. 34, in Friedrichshafen. Bestellungen hierfür bis 9 Uhr, Abholung ab 12Uhr am selben Tag. Schnitte ausgenommen. Nur sprinterfähige Ware. PIN für Türöffnung ist auf Ihrer AB vermerkt. ------------- Für Onlinebestellungen in den Zeiten von Montag-Donnerstag bis 20:00 Uhr und Freitag bis 18:00 Uhr gilt: Lieferfähige Ware erhalten Sie am darauffolgenden Werktag (Mo-Fr) innerhalb unseres Einzugsgebietes. Die Bestellung gilt erst mit dem Erhalt der Auftragsbestätigung als abgeschlossen. Kabelschnitte und Projektbestellung sind hiervon ausgenommen. Diese müssen bis 17:30 Uhr bzw. am Freitag bis 12.30 Uhr bestellt werden (Kabelschnittbestellungen ab 17.30 Uhr bitte in einem separaten Warenkorb senden, damit die anderen, lieferfähigen Nicht-Schnitt-Positionen Ihrer Bestellung am Folgetag ausgeliefert werden können). Versand ab unserem Lager mit unserer LKW-Flotte erfolgt in der Regel "frei Haus" (es gelten Mindestbestellgrößen, sh.AGB). Durch Direktlieferung, Express-Versand, Paketversand oder Anlieferung an eine Adresse außerhalb unseres Einzugsgebietes können Zusatzkosten entstehen. Für Kabelschnitte (hausintern) fallen i.d.R. 10€ Schnittkosten an. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte vorab an unseren Vertrieb, Tel. 0751-4008-100.

Jetzt registrieren! Passwort vergessen?

Copyright FEGIME Deutschland – 2001 - 2024
© Bitte beachten Sie: Die Artikelbilder unserer Lieferanten sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht weiterverwendet werden.

Powered by Geneon

Schnellkontakt

passende Innovationsartikel

Hersteller: Aktionspreis: auf Anfr.